"EUROPAS ZWERGSTAATEN - SONDER-EURO FÜR DEN PAPST ?"
 
Das Papst-Imperium Vatikan, das Fürstentum Monaco, die Republik San Marino und das Fürstentum Andorra bereiten sich darauf vor, in knapp vier Jahren den Euro einzuführen - und das ohne Prüfung der Staatsfinanzen und der wirtschaftlichen Verfassung.

Wie das funktioniert? ALL DIESE ZWERGSTAATEN HABEN BEREITS VOR JAHREN GELDPOLITISCHE VEREINBARUNGEN MIT ZUKÜNFTIGEN EWU-LÄNDERN GESCHLOSSEN UND VERWENDEN DIE WÄHRUNGEN IHRER VERTRAGSPARTNER. Der Maastrichter Vertrag überläßt es jetzt gänzlich den Betroffenen, diese Vereinbarungen zu erneuern. Und die sind an einer Neuauflage stark interessiert. Der Grund: Zu sehr hängen die Kleinstaaten von den Geldern ab, die Touristen, Investoren und Steuersparer aus dem europäischen Ausland mitbringen. Wird es also demnächst einen vatikanischen Euro geben?

Das könnte schon sein. Nach Auskunft der Bonner Vertretung des VATIKANS, der Apostolischen Nuniatur, prägt die italienische Zentralbank schon jetzt Münzen für den katholischen Staat. Und da die Gestaltung der Euro-Rückseite den einzelnen Euroländern überlassen wurde, kann es durchaus sein, daß Italien Münzen mit dem Wappen des Vatikan in Auftrag gibt. Das zumindest wünscht sich der päpstliche Staat. Nach dem gleichen Prinzip könnte auc SAN MARINO ohne EWU-Beitritt einen "eigenen" Euro bekommen.

MONACO strebt eine ähnliche Einigung mit Frankreich an. Den monegassischen Euro soll das Bild des Fürsten Rainer zieren. Das Konterfei des Grimaldi-Oberhauptes prangt schon jetzt auf Monacos Franc-Münzen, die von der französischen Münzprägeanstalt hergestellt werden. Diese Münzen sind in dem Fürstentum neben den französischen Francs im Umlauf.

Auch in ANDORRA soll in Zukunft der Euro in den Kassen klingeln. In dem Pyrenäen-Staat sind derzeit französische Francs und spanische Pesetas gültige Zahlungsmittel. Den Einwohnern wird die Einheitswährung das Alltagsleben erleichtern: Statt bisher mit zwei Währungen brauchen sie in Zukunft nur noch mit dem Euro zu rechnen. "
©: Focus, Ich danke Herrn Tobias Hildebrandt aus Jena recht herzlich für die Zusendung des Artikels !

  • Decisions of the European Council on May 2 and 3, 1998

  • At the meeting of the European Council held in Brussels on May 2 and 3, 1998 the following major decisions were taken:
    Participating member EU states: Germany, France, Italy, Spain, the Netherlands, Belgium, Austria, Portugal, Finland, Ireland and Luxembourg. Monaco, San Marino and the Vatican will also introduce the euro within the framework of their existing currency arrangements with France and Italy respectively.
    Andorra where the French Franc and the Spanish Peseta are legal tender will also introduce the Euro. (Remark of the editorial)

  • EU-Kommission ebnet Vatikan und Monaco den Weg zum Euro

  • Brüssel, 21. Dezember (AFP) - Die Europäische Kommission hat sich am Montag für bilaterale Abkommen zur Einführung des Euro in den Kleinstaaten Vatikan, Monaco und San Marino ausgesprochen. Dies teilte ein Kommissionssprecher in Brüssel mit. Die Kommission empfiehlt demnach, daß die drei Staaten den Euro als offizielle Währung einführen dürfen. Außerdem sollen ihre Finanzinstitute freien Zugang zum europäischen Zahlungsverkehr erhalten.

    Der gesamte Text v. 21.12.98


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