EURO - Visionen
 

Gedanken zu den neuen Münzen von meinem Freund Bernard Mesureur

 

  Die Luxemburgischen Muenzen werden wahrscheinlich sehr begehrt sein unter Sammlern. Jede 250ste Muenze oder so etwas bei 11 Teilnehmer duerfte eine Luxemburgische sein und wahrscheinlich in Luxemburg selbst kaum zu finden. Sogar heute ist Luxemburg von belgischen Muenzen (und Scheinen) ueberflutet. Wenn Deutschland, Frankreich und die Niederlanden auch noch dazu kommen ... Und dazu die Urlauber die aus Spaniern, Italien, Oesterreich zurueckkommen und die Gastarbeiter aus Portugal und Italien ... Nur irische und finnische Muenzen duerften in Luxemburg schwer zu finden sein. Eigentlich ein bisschen ueberall, da diese 2 Laender keine direkte Landgrenze mit dem Rest haben, und nicht von Massentourismus heimgesucht sind.
  Ich habe mir schon oefters ueberlegt, wie der Geldfluss (mind. bei den Muenzen) sich entwickeln wird. Die Verteilung in den Grenzgebieten wird wahrscheinlich schnell ineinander fliessen. Die Internationalen Autobahnen werden auch eine Rolle spielen, sowie die Urlauber. Mann duerfte auch eine Muenzen-Flucht aus "touristischen" Laendern erwarten (man geht eher mit Scheinen in den Urlaub), vor allem solche Laender die als kurzes Ausflug/Einkaufsziel gelten (wie Luxemburg). Es wuerde mich sehr interessieren, ob es darueber Studien gibt.
  Das ganze Benelux mit Grenzgebieten Deutschlands und Frankreichs wird wahrscheinlich ziemlich gemischt sein. Das gleiche mit Oesterreich und die Provence.
  Die ersten "auslaendischen" Muenzen werden gehortet wahrscheinlich gleich in das Sammelglas landen. Die Verteilung duerfte ueber eine gewisse Zeit ein proportional repraesentatives Anteil erreichen (d. h. Proportion minus Neupragung und kleine Ortsvariable): Muenzen haben eine ziemlich lange Lebensdauer (und wandern von Tasche zu Tasche oder pendeln zwischen Ladenkasse und Bank alles im gleichen Ort, sodass eine einmal "gestrandete" Muenze proportional wenig Chance hat wieder exportiert zu werden).
  Welche Laender aber wieviel Muenzen praegen werden und wie dass ermittelt wird (und evtl. korrigiert) und ob ein Ausgleichstransfer zwischen den Laendern noetig ist wuerde mich wahnsinnig interessieren. Ob es mal denkbar ist, in einer franzoesischen Bank eine deutsche Muenzenrolle zu kriegen?
  Ich wundere mich auch, ob am Starttag alle Laender genug Muenzen haben werden, oder ob die groessere Laender (die entsprechen mehr Muenzenproduktion haben) nicht die kleineren aushelfen werden. Deutschland und Frankreich z.B. praegen auch fuer andere Laender (bereits heute) und koennen sich die Investition leisten. Kleinere Laender eher weniger, so dass sie wahrscheinlich ihre Praegekapazitaet wenig ueber den Nachschubbedarf ausbauen werden. Es waere auch interessant, wenn fuer solche Transfer- oder Aushilfefaelle eine gemeinsame Sonderserie erschaffen wuerde (z.B. mit den Gebaeuden der EU auf der "nicht mehr nationalen" Seite).
  
  
  
    Bernard
   Ausschnitt aus einer eMail vom 14.04.98
  
  
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